| Unser Ort |
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Seite 1 von 2 Die Ortsgemeinde Westhofen mit ihren rund 3.300 Einwohnern liegt inmitten von Rheinhessen im schönen Wonnegau. Im Jahre 744 u.Z. wurde der Ort erstmals dokumentarisch erwähnt. Ein Grund mehr sich diesen schönen Flecken einmal näher anzusehen.
Das Marktplatzensemble umfasst die auf dem Platz befindlichen ev. und kath. Kirchen, die angrenzenden Gebäude, den Veteranenstein und das Kriegerdenkmal. Es steht als bauliche Gesamtanlage unter Denkmalschutz und ist in seiner Geschlossenheit eines der schönsten in Rheinhessen. Ursprünglich wurden nur auf dem unteren Teil am Gänsemarkt Wochen- und Jahrmärkte abgehalten, während der obere Bereich Kirchhof war und als Begräbnisplatz diente. Die Grundzüge seiner Gestaltung erhielt der Platz 1832. In der angrenzenden Bebauung haben sich Architekturbestandteile vom 16. bis zum frühen 19.Jh. erhalten. Dem aufmerksamen Betrachter erschließen sich vielfach Zeugnisse der Vergangenheit, wie Wappen, Zunftzeichen, alte Hauszeichen und Inschriften. Kath. Pfarrkirche St. Peter & Paul und Gebeinhaus Die Kirche wurde 1712 anstelle der zerstörten Michaeliskapelle errichtet. Später wurde sie mit neugotische Formen umgebaut und erweitert. Unter dem Langhaus befindet sich ein gewölbtes, mittelalterliches Beinhaus. Hier wurden aufgrund der räumlichen Enge des Friedhofes, die bei Neubestattungen ausgegrabenen Gebeine gesammelt und aufbewahrt. Von ihm wird bereits 1496 berichtet, später wurde es aufgegeben und geriet in Vergessenheit, erst 1981 wurde es bei Bauarbeiten wiederentdeckt. Evang. Pfarrkirche Die Kirche wird erstmalig 1284 urkundlich erwähnt. Im dreißigjährigen Krieg ausgebrannt, wurde sie im 17.Jh. unter Keller & Kellergasse
Das Bürgerhaus Stattliche Hofanlage aus der Barockzeit, die rundbogige Tür- und Fensterarkade mit der Steinbank sowie das Kaufmannszeichen im Schlussstein des Türbogens deuten auf einen ehemaligen Kaufladen hin. Das historische Rathaus befand sich am Gänsemarkt, dem vorderen Teil des Marktplatzes, erst seit 1828 befindet es sich in diesem Gebäude.
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Der Marktplatz
Beibehaltung der gotischen Formen wiederaufgebaut. Die späteren Aus- und Umbauten im 17., 18. und 19. Jh., denen die Kirche ihre heutige Gestalt verdankt, belegen verschiedene Jahreszahlen und Inschriften. Nach längerer Bauzeit wird sie 1896 mit dem Aufsetzen des spitzaufragenden gotischen Helmes als Turmdach vollendet.
Die Kellergasse verläuft an der südlichen Stützmauer des Marktplatzes. Hier befinden sich die Zugänge zu zwölf Gewölbekellern, die bereits um 1600 erwähnt wurden und weit unter den Marktplatz reichen. Sie bildet einen Teil des früher weit verzweigten und miteinander verbundenen Kellersystems, einer weiteren Besonderheit des Winzerortes. Noch heute werden einige der Keller zur Weinlagerung genutzt und können während dem jährlich zum Traubenblütenfest stattfindenden Kellerundgang besichtigt werden.